24. - 27.09.2014 Besuch der „Reha-Care“ in Düsseldorf

Wir haben uns sehr über die gesponserten Eintrittskarten von Ottobock zur Reha-Messe gefreut. Fünf Mitglieder unserer SHG fuhren am 24.09.2014 getrennt mit zwei Autos 543 km zur bereits gebuchten preiswerten Unterkunft am Stadtrand von Düsseldorf. Frank und Sylvia reisten vom Koblenzer Klinikbesuch an, Herbert, Kerstin und Hartmut direkt von zu Hause. Nach der anstrengenden Autofahrt wurde nur ein kurzes Abendessen eingenommen mit dem Bewusstsein, der nächste Tag würde lang werden. Unterkunft und Frühstück waren ausgezeichnet und so hieß unser Motto am nächsten Morgen: "Auf zur Messe!"

Das Düsseldorfer Messegelände ist riesig. Allein die Anfahrt dorthin erschien uns wie ein Labyrinth. Die Behinderten-Parkkarte von Sylvia ermöglichte uns, bequem bis vor die Eingangshalle zu fahren und dort zu parken.

Mit dem vorliegenden Messe-Programm legten wir vorab fest, welche Stände wir aus dem riesigen Angebot besuchen wollten. Die verschiedenen Hallen standen jeweils unter speziellen Themen, wie z.B. barrierefreies Wohnen, KFZ-Umrüsten der entsprechenden KFZ-Hersteller, Sportcenter, der Bereich für blinde und sehgeschädigte Menschen sowie der große Hilfsmittelbereich. Besonders interessierten uns Gehhilfen, Rollstühle, behindertengerechte Fahrräder, Hilfsmittel für den Alltag, barrierefreies Reisen und elektronische Hilfsmittel sowie Kommunikation.
Zwischenzeitlich legten wir immer wieder Pausen ein, um das lange Laufen und ständige Stehen kompensieren zu können. In den jeweiligen Hallen führten wir interessante Gespräche mit Fachleuten und Betroffenen.

Ottobock war durch einen sehr großen Stand mit seiner Abteilung für Prothesen-Herstellung vertreten. Unterschiedliche Rollstühle, ein neues Liege-Fahrrad, das Harmony E2 und das Genium wurden u.a. vorgestellt und ein zusätzlicher Service angeboten, sofort Mängel am eigenen Rollstuhl beseitigen lassen zu können.

Für zwei Fachvorträge hatten wir uns eingeschrieben und entsprechend aufgeteilt. Frank und Sylvia zum Thema „Individuelle Wohnraum-Anpassung in den eigenen Wänden“; Herbert, Kerstin und Hartmut „Wiedereingliederung in den Beruf“. Beide Vorträge waren sehr interessant und informativ, über die wir später der Gruppe in Berlin berichten werden. Besonders lobenswert ist das breite Angebot für behinderte Kinder zu erwähnen. Hier wird versucht, alle Hilfsmittel sehr farbenfroh und kindgerecht zu gestalten, sei es der Rollstuhl, die Pflegebetten, der Lerncomputer oder das Therapiefahrrad. Dieser Tag war so angefüllt mit neuen Erlebnissen und verging wie "im Fluge".

Wegen der Abend-Einladung von Rechtsanwalt Goßens zur „Sozialgerichtsrunde“ in der Innenstadt hieß es, sich zu sputen. Wir fuhren zunächst in unser Quartier und anschließend mit dem Taxi zu unserer Verabredung, einer alten urigen Brauerei. Dort erwarteten uns Herr Goßens und zwei weitere Herren aus dem Bereich Sozialwesen und Krankenkassen-Abrechnung. Sie ließen uns teilhaben an ihrer Auswertung des Messe-Geschehens. Wir führten auch hier bemerkenswerte Gespräche, erhielten Anregungen und Termin-Bekanntgaben von neuen Projekten, z.B. „Barrierefreie Wohnung in Berlin“.

Nach einem langen Abend folgte am nächsten Tag ein langer Heimweg - nach wie vor positiv gestimmt.