19.1.2015 Gründung einer neuen Selbsthilfegruppe für Amputierte

Wir haben vom Bundesverband eine Einladung erhalten, am 19.1.2015, an der Gründungs-Veranstaltung einer neuen Selbsthilfegruppe für Amputierte teilzunehmen. Gern sind wir ihr gefolgt, auch - um bei Bedarf - Starthilfe anzubieten.

Vier Personen unserer SHG sind nach Berlin-Marzahn gefahren, um die neue Selbsthilfe-Kontaktstelle für Amputierte von Marzahn - Hellersdorf kennenzulernen. Sie ist in einem kleinen Haus im alten Dorfkern von Marzahn etabliert, umgeben von Plattenbauten. Hier konnten wir wieder im Vergleich feststellen, wie glücklich wir uns schätzen können, dass wir uns monatlich in der Villa Donnersmarck treffen dürfen.

Nach der Begrüßung des Kontaktstellen-Leiters, Herrn Tillmann Pfeiffer, erhielt das Wort Herr Dieter Jüptner, Präsident des Bundesverbandes für Arm- oder Beinamputierte, extra aus Stuttgart angereist. Er stellte die Arbeit des Verbandes vor und ermutigte alle Neuamputierten, den Weg in Selbsthilfegruppen zu finden und aktiv darin mitzuarbeiten. In einer Gemeinschaft kann viel erreicht werden. Motto: „Gemeinsam sind wir stark!“

Frau Dr. med. Melissa Beirau, Vertreterin des Unfallkrankenhauses in Marzahn, sprach eindringlich über viele Patienten, die nach der Amputation in ein „Loch fallen“ und ohne fremde Hilfe schlecht mit der neuen Situation umgehen können. Das Leben ist nach einer Amputation nicht zu Ende, sondern als ein Neuanfang zu sehen. Es bleibt unverändert lebenswert, was wir als Betroffene nur bestätigen konnten.

Herr Hartz von der Firma Epro Thek, auch im UKB ansässig, ließ es sich nicht nehmen, auch an dieser SHG-Neugründung teilzunehmen.

Als Sprecherin unserer Gruppe sprach ich über unsere Aktivitäten sowie über unser Gruppenleben. Ich gab Auskunft über Erfahrungen, die wir z.B. bei einer Konto-Eröffnung und Beantragung von Kassenförderung gemacht haben.

Es waren fünf interessierte Amputierte gekommen, die nach einem geeigneten Wochentag gesucht haben, um sich in der neuen SHG austauschen zu können. Wir beglückwünschten sie dazu und boten unsere Hilfe an. Vielleicht wird es gemeinsam die eine oder andere Veranstaltung geben.

Beim Abendessen mit Herrn Jüptner gab es einen regen Austausch der SHG und dem BMAB.