Dampferfahrt mit befreundeter SHG Magdeburg

Am 17.September war es mal wieder soweit. Eine Gruppe von 34 Mitgliedern der Selbsthilfegruppen Amputierten Treffpunkt Berlin-Brandenburg und Magdeburg trafen sich pünktlich am Schiffsanleger in Potsdam unterhalb des Mercure Hotels.

Nachdem wir nun alle das Schiff geentert hatten, konnten wir nun die reservierten Plätze im Salon einnehmen.

Wir starteten um 10.30 Uhr mit dem Flaggschiff der Potsdamer Schifffahrt „MS Sanssouci“. Dieses Schiff mit einer Länge von 72 Metern und einer Breite von 9 Metern ist schon von außen eine  imposante Erscheinung auf der Havel. Der Salon, in dem wir es uns gemütlich gemacht hatten, kann im Bedarfsfall mit 334 Stühlen ausgestattet werden. Dieser Salon ist klimatisiert. Da die eingesetzten Bogenfenster bis zum Boden reichen, ist ein ungehinderter Blick auf die Havellandschaft von allen Plätzen aus möglich.

Von diesem „Angebot“ machten wir reichlich Gebrauch, denn vom Hafen aus ging es zur ersten Anlegestelle in Caputh. Um dorthin zu gelangen, durchquerten wir den Templiner See. Schon zu Beginn der Fahrt, gab es durch den Kapitän, nach einer herzlichen Begrüßung an Bord, ganz viele interessante Informationen rund um die Strecke. Nachdem weitere Fahrgäste in Caputh an Bord gekommen waren, ging es weiter durch den Schwielowsee nach Werder. Hier erzählten uns Frank und Silvia so einiges zur Umgebung. Weiter fuhren wir über den Großen Zernsee zum Kleinen Zernsee bis hin zum Göttinsee. Nebenbei konnten wir an den Ufern viele Angler sowie Reiher sehen. Auf dem Wasser kamen uns viele große und kleine Boote entgegen, was zu angeregten Diskussionen führte. Es wurde für und wider erörtert und wir kamen zu dem Schluss, dass man für uns nur ein Leihen in Frage käme. Vom Göttinsee aus gelangten wir über den Sacrow-Paretzer-Kanal in den Schlänitzsee und und weiter über den Kanal in der Weißer See. Von hieraus näherten wir uns den neuen Gärten mit dem Jungfernsee, an den auch der Park Glienicke grenzt. Hier befindet sich das von Schinkel errichtete Casino und das Babelsberger Schloss.

Nach dem größten Teil der Strecke riss nun auch der Himmel auf, so dass auch die Aussicht auf das Wasser und die Umgebung vom Oberdeck aus möglich waren.

Nun ging es auf die letzte Etappe. Nachdem wir die Glienicker Brücke passiert hatten, öffnete sich der Blick auf Potsdam. Der Kapitän erklärte weiterhin die Sehenswürdigkeiten rechts und links der Havel. Mich beeindruckten in diesem Teil der Havel die vielen Wassertaxis. Hier kam ich mir ein bisschen vor wie in Hamburg.

Nachdem wir den Hafen wieder erreicht hatten und alle unfallfrei von Bord gegangen waren, versammelten wir uns noch zum obligatorischen Gruppenfoto. Nach diesem, verabschiedete sich ein Teil der Reisegruppe. Der Rest fand sich noch zum Essen im mediterranen Restaurant „El Puerto“ ein.

Im Vordergrund standen auch heute wieder viele interessante Gespräche um das Thema Amputation und Prothesenversorgung. Da wir inzwischen wieder einige Neubetroffene in unserer Gruppe haben, zählt hier der Austausch untereinander doppelt. Da wird dann schon mal unter dem Tisch, oder in einem stillen Eckchen das Hosenbein hochgekrempelt und geschaut.

Mein besonderer Dank gilt den Organisatoren, ohne die ein solcher Ausflug nicht möglich wäre.
 
Hier könnt ihr noch einmal die Strecke nachvollziehen.

Daraus ergibt sich auch, warum es Inselrundfahrt heißt.