Veranstaltungen 2014

farbig unterstrichende Texzeilen beinhalten einen Bericht

Dezember

November

Oktober

September

August

  • Gruppentreffen
  • Vortrag von Anwalt Goßens zum Medizinrecht und Vorgehensweise bei Widerspruchsverfahren bei Prothesen Ablehnung durch die Krankenkassen

Juli

  • Gruppentreffen
       Berichterstattung der Gehschulreise nach Andalusien, an der Mitstreiter unserer Gruppe teilgenommen haben
  • 28.07.2014 Nordic Walking an der Pfaueninsel / Wannsee
  • Besuch von Studenten des Hasso-Plattners-Instituts aus Potsdam, sie führten zum Thema „ Prothesenversorgung in dritte Welt Länder“ Umfragen durch

Juni

Mai

  • Gruppentreffen
        Auswertung von einzelnen Mitgliedern, die auf der Reha-Messe in Leipzig waren
        SHG-Satzung wird beschlossen

April

  • Gruppentreffen
  • Vertreter der Firma Medi stellt der Gruppe Liner, Kompressionstrümpfe und Prothesenschuhe vor

März

Februar

  • Gruppentreffen
        Absprachen zur Reise nach Duderstadt zu ottobook.
  • Vortrag einer Sozialarbeiterin über Pflegestufen und Hilfsmittel

Januar

  • Gruppentreffen
        Bericht zum Besuch der Lehranstalt für Physiotherapie als Probanden für angehende Physiotherapeuten
  • Besuch der Lachjogatherapeutin

24. - 27.09.2014 Besuch der „Reha-Care“ in Düsseldorf

Wir haben uns sehr über die gesponserten Eintrittskarten von Ottobock zur Reha-Messe gefreut. Fünf Mitglieder unserer SHG fuhren am 24.09.2014 getrennt mit zwei Autos 543 km zur bereits gebuchten preiswerten Unterkunft am Stadtrand von Düsseldorf. Frank und Sylvia reisten vom Koblenzer Klinikbesuch an, Herbert, Kerstin und Hartmut direkt von zu Hause. Nach der anstrengenden Autofahrt wurde nur ein kurzes Abendessen eingenommen mit dem Bewusstsein, der nächste Tag würde lang werden. Unterkunft und Frühstück waren ausgezeichnet und so hieß unser Motto am nächsten Morgen: "Auf zur Messe!"

Das Düsseldorfer Messegelände ist riesig. Allein die Anfahrt dorthin erschien uns wie ein Labyrinth. Die Behinderten-Parkkarte von Sylvia ermöglichte uns, bequem bis vor die Eingangshalle zu fahren und dort zu parken.

Mit dem vorliegenden Messe-Programm legten wir vorab fest, welche Stände wir aus dem riesigen Angebot besuchen wollten. Die verschiedenen Hallen standen jeweils unter speziellen Themen, wie z.B. barrierefreies Wohnen, KFZ-Umrüsten der entsprechenden KFZ-Hersteller, Sportcenter, der Bereich für blinde und sehgeschädigte Menschen sowie der große Hilfsmittelbereich. Besonders interessierten uns Gehhilfen, Rollstühle, behindertengerechte Fahrräder, Hilfsmittel für den Alltag, barrierefreies Reisen und elektronische Hilfsmittel sowie Kommunikation.
Zwischenzeitlich legten wir immer wieder Pausen ein, um das lange Laufen und ständige Stehen kompensieren zu können. In den jeweiligen Hallen führten wir interessante Gespräche mit Fachleuten und Betroffenen.

Ottobock war durch einen sehr großen Stand mit seiner Abteilung für Prothesen-Herstellung vertreten. Unterschiedliche Rollstühle, ein neues Liege-Fahrrad, das Harmony E2 und das Genium wurden u.a. vorgestellt und ein zusätzlicher Service angeboten, sofort Mängel am eigenen Rollstuhl beseitigen lassen zu können.

Für zwei Fachvorträge hatten wir uns eingeschrieben und entsprechend aufgeteilt. Frank und Sylvia zum Thema „Individuelle Wohnraum-Anpassung in den eigenen Wänden“; Herbert, Kerstin und Hartmut „Wiedereingliederung in den Beruf“. Beide Vorträge waren sehr interessant und informativ, über die wir später der Gruppe in Berlin berichten werden. Besonders lobenswert ist das breite Angebot für behinderte Kinder zu erwähnen. Hier wird versucht, alle Hilfsmittel sehr farbenfroh und kindgerecht zu gestalten, sei es der Rollstuhl, die Pflegebetten, der Lerncomputer oder das Therapiefahrrad. Dieser Tag war so angefüllt mit neuen Erlebnissen und verging wie "im Fluge".

Wegen der Abend-Einladung von Rechtsanwalt Goßens zur „Sozialgerichtsrunde“ in der Innenstadt hieß es, sich zu sputen. Wir fuhren zunächst in unser Quartier und anschließend mit dem Taxi zu unserer Verabredung, einer alten urigen Brauerei. Dort erwarteten uns Herr Goßens und zwei weitere Herren aus dem Bereich Sozialwesen und Krankenkassen-Abrechnung. Sie ließen uns teilhaben an ihrer Auswertung des Messe-Geschehens. Wir führten auch hier bemerkenswerte Gespräche, erhielten Anregungen und Termin-Bekanntgaben von neuen Projekten, z.B. „Barrierefreie Wohnung in Berlin“.

Nach einem langen Abend folgte am nächsten Tag ein langer Heimweg - nach wie vor positiv gestimmt.

6.9.2014 Die Seepiraten von Spree und Müggelsee

Am 6.9.2014 war es nun endlich so weit, unsere Dampferfahrt zum Sommerausklang sollte stattfinden. Dazu hatten wir unsere befreundete SHG aus Magdeburg eingeladen und diese hatte auch prompt mit einer regen Beteiligung zu gesagt, worüber wir uns natürlich sehr gefreut haben.

Der erste Blick am Morgen in die Tageszeitung löste einen großen Schreck aus, es gab die Ankündigung, dass der öffentliche Bahnverkehr für mehrere Stunden bestreikt wird. Dank des schnellen Reagierens unserer SHG Sprecherin und ihres Mannes, konnten alle Teilnehmer telefonisch informiert werden und kurzfristig kleine Fahrgemeinschaften gebildet werden. Auch die Magdeburger kamen trotz großen Verkehrsaufkommens pünktlich am Treptower Hafen an und so hieß es um 10.30Uhr, Leinen los.

Unser graubärtiger Kapitän, sah schon wie ein alter Seebär aus und er manövrierte uns für die nächsten Stunden, sicher durch die Berliner Gewässer.

Unser Ziel war die Woltersdorfer Schleuse, vorbei an Köpenick, Friedrichhagen, Erkner, Großen Müggelsee, die Müggelspree, und nicht zu vergessen Neu Venedig.

Wer Neu Venedig nicht kennt ist begeistert, es ist eine Kleingartenkolonie am Wasser, die es schon zu DDR Zeiten gab. Sie ist mit dem heutigen Standard aufgehübscht, wie der Berliner so schön sagt. Man sieht kleine einfache Wochenenddatschen, neben prunkvollen Häusern und toll gestalteten Gärten und natürlich hat jeder einen Bootssteg mit passendem Gefährt.

Auf der ganzen Dampferfahrt bemerkt man, dass man versucht hat die Natur, sowie die Architektur hier in Einklang zu bringen, so dass eine harmonische Landschaft entstanden ist. Unser Ausflugstag war wohl auch ein begehrter Tag zum Heiraten, wir haben auf der ganzen Fahrt fünf Brautpaare zu Wasser und am Land gesehen.

Einige von uns hatten es sich auf das Sonnendeck gesetzt, wer weiß - vielleicht war es die letzte Gelegenheit die Sonnenstrahlen zu genießen. Die anderen haben es sich im inneren Bereich gemütlich gemacht. Es gab viele private Gespräche, aber natürlich kamen auch die Prothesenprobleme nicht zu kurz. Wie ist der Eine oder andere über die heißen Sommermonate gekommen, gab es Druckstellen und wie wurden diese versorgt? Einige von uns haben auch eine neue Versorgung bekommen und sprachen über ihre Erfahrungen.

Für das leibliche Wohl wurde besten gesorgt, Hut ab vor der Köchin, denn die Kombüse auf solchen Schiffen ist sehr klein und hier ein schmackhaftes Essen zu zaubern, sicher eine Kunst.

Die Zeit verging wie im Fluge und ehe wir uns versahen waren wir in Woltersdorf, wir legten hier an und hatten 1,5 Stunde Landgang. Einige sahen sich das Geschehen der Schleuse an, andere genossen einen Kaffee oder Eis im Biergarten.

Alle waren sich einig, der Wettergott hatte es heute mit uns einbeinigen Seepiraten besonders gut gemeint. Die Sonne verwöhnte uns den ganzen Tag und hinterließ bei dem Einen oder anderen auch einen Sonnenbrand. Die Heimfahrt verging wie immer viel zu schnell, trotz des großen Verkehrs auf dem Wasser. Gegen 18.00 Uhr legten wir wieder wohlbehalten im Treptower Hafen an.

Zum Abschied gab es noch ein Gruppenfoto zur Erinnerung, natürlich vor unserem Dampfer.

Leider hat es dann einige auf Ihrem Weg nach Hause mit einem heftigen Gewitter und Starkregen überrascht, aber das hat unsere Stimmung nicht nachhaltig beeinflusst.

Na dann, Mast und Schottbruch

Vielleicht gibt es im nächsten Jahr eine Fortsetzung auf dem Wasser und wenn Ihr wollt, dann auch mit Euch!

28.07.2014 Nordic Walking an der Pfaueninsel / Wannsee

An die Stöcke – fertig – los !
Runter von der Couch, raus in die Natur, auch auf Prothesen geht es voran.

Treffpunkt: der große Biergarten im „Wirtshaus zur Pfaueninsel“ mit unserer Physiotherapeutin Gitti, die in Sachen Prothesen-Gehschule sich Wissen aneignen konnte, in Form von Weiterbildungen, auch für Prothesenpaßteile!

Aber der Reihe nach.....

Am 28.07.2014 gegen 15:00 Uhr traf sich die Gruppe zum Nordic Walking. Wer wollte, konnte auch ohne Stöcke ein wenig spazieren, oder einfach nur einen Plausch halten und den herrlichen Sommertag genießen. Start war der schattige Weg, gleich hinter dem Biergarten, kein besonderers anstrengender - aber auf Prothesen - Schritt für Schritt, lang genug!

Zunächst mußten die Nordic Walkingstöcke angepaßt bzw. verändert werden. Auch Stretching für die Muskeln war angesagt, eine wichtige Maßnahme, um die Muskeln aufzuwärmen. Durch gezielten Stockeinsatz, wie z.B. Arme angewinkelt seitlich neben den Körper mitschwingen, kann man die Rumpfmuskulatur trainieren oder die Muskelverspannungen im Schulter- und Nackenbereich lösen. Gerade Prothesenträger können positive Effekte für das Wohlbefinden daraus ziehen. Wichtig für uns, darauf zu achten, daß sich keine wunden Stellen bilden.

Hoch motiviert, auch durch die herrliche Umgebung vom Wannsee, ging es zurück! Die „verdiente“ Stärkung ließ nicht lange auf sich warten....
Essen und Trinken schmeckte noch mal so gut. Die Stunden vergingen rasend schnell und mit neuen „Ergehungen“ traten wir die Heimfahrt an .

Fortsetzung folgt ?

6.6.2014 Spargelessen in Werder/ Glindow

Am 6.6. 2014 trafen wir uns zu einem zusätzlichen Termin in Glindow auf Schultzes Siedlerhof. Das ist ein Hof, auf dem man frisches Obst und Gemüse kaufen kann, der eine Schnapsbrennerei hat und auf dem man gut bürgerlich essen kann. Glindow ist ein Ortsteil von Werder, hier wohnen Frank und Sylvia, die dieses Treffen organisiert haben und wir möchten hier auf diesem Hof heute Spargel essen. Klaus und Christine sind immer hilfsbereit, sie holten Marie und Brigitte von zu Hause ab. Die beiden kommen sonst immer mit dem Behindertenfahrdienst zu unseren Treffen in die Villa, nur Fahrten außerhalb von Berlin sind nicht möglich. Frank und Sylvia holten Djinan vom Bahnhof in Werder ab, sie war mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gekommen.

Alle waren voller Vorfreude und hatten großen Hunger, da wir einen Tisch bestellt hatten, konnte nichts mehr schief gehen. Wir hatten wunderschönes Wetter und somit konnten wir auch draußen im Grünen sitzen, mit Blick auf die Spargelgräben und Erdbeerbeete. Frischer geht es wirklich nicht, oder?

Die Portionen auf dem Siedlerhof bei Fam. Schulz sind immer riesig und somit hatten wir alle eine ganze Weile zu tun. Dazu gab es selbst gemachten Obstwein und Bier, je nach Geschmack.

Prothesen waren heute mal nicht unser Thema, jeder erzählte von sich privat und somit kam man sich wieder ein kleines Stück näher.

Viel Spaß hatten wir bei den Frettchen Geschichten von Klaus und Christine.

Keiner merkte wie schnell die Zeit verging und so war es gegen 20.00Uhr als wir uns verabschiedeten.

Einige nahmen sich als Wegzehrung noch frisches Obst und Gemüse mit.

13. - 14.03.2014 Fahrt nach Duderstadt und Besuch der Firma ottobock.

Die Firma ottobock. hat alle Selbsthilfegruppen zu einer Endkundenveranstaltung für Prothetik eingeladen. Wir haben das Angebot gerne angenommen und sind am 13. - 14.3.2014 mit 3 Autos und 9 Personen aus unserer Berliner Gruppe nach Duderstadt ins schöne Eisfeld gefahren.
Da man ja das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden soll, haben wir uns auf dem Weg dorthin auch etwas Kultur angeschaut. Der erste Haltepunkt war Nordhausen, hier trafen wir uns auch mit noch 8 Mitstreitern aus der befreundeten Magdeburger Gruppe. Wir schauten uns hier eine alte Traditions-Schnapsbrennerei an, welche noch aus DDR Zeiten stammt, allen bekannt als Getränk „Nordhäuser Doppelkorn“. Unter was für einfachen Bedingungen früher Schnaps hergestellt wurde, war schon beeindruckend. Da die Firma, nur heute an einem anderen Standort, noch produziert, kosteten wir uns natürlich durch verschiedene Sorten und wer wollte, konnte sich auch ein Erinnerungsfläschchen mitnehmen.
Unser nächster Haltepunkt war das Grenzlandmuseum in Eisfeld, hier verlief früher die innerdeutsche Grenze und dieser Grenzkontrollpunkt ist heute ein Museum. Bei einer Führung bekamen wir viel Interessantes zu sehen und zu hören. Man bekommt noch nachträglich eine Gänsehaut wenn von Grenzgraben, Schießanlagen und Fluchtversuchen erzählt wird. Der Verlauf der Mauer, mit Besichtigung eines Kontrollturmes ist für jedermann gut zu erlaufen.
Wir suchten jetzt unser Quartier auf um uns etwas frisch zu machen, denn es sollte am Abend noch einen geführten Stadtrundgang durch die wunderschöne Altstadt von Duderstadt geben. Unsere Unterkunft im Jugend-Gästehaus der Stadt war leider etwas spartanisch, für eine Nacht haben wir uns aber arrangiert und fürs nächste Mal suchen wir uns etwas Besseres.
Unser Abendessen im Hotel zum Löwen war von der Firma ottobock. arrangiert worden, wir trafen dort mit einer anderen Selbsthilfegruppe aus Hannover zusammen. Nach der Begrüßung gab es ein tolles Abendessen und anregende Gespräche. Der Abend wurde nicht allzu lang, denn der nächste Tag sollte vielversprechend werden.

Nach dem Frühstück ging es auf das Firmengelände von ottobock., jeder bekam einen Tagesausweis auf seinen Namen, schließlich sind wir ja keine Spione. Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt, eine die der Unterschenkel Amputierten, die andere, die der Oberschenkel Amputierten. Jede Gruppe hörte einen Vortrag für die zurzeit neuste Prothese von ottobock.
Für die Unterschenkel ist das die Harmonieversorgung mit der E2 Pumpe und die Aero-Link Versorgung.
Für die Oberschenkel ist das die Versorgung mit Genium.
Da die Vorträge von zwei Technikern, die selbst amputiert waren, durchgeführt wurden, war die ganze Vorstellung sehr praxisnah und sehr persönlich. Anschließend ging es gruppenweise zur Werksbesichtigung, die sehr interessant war. Zu sehen wie ein Liner, eine Kniekappe oder der Fuß entsteht, mit welcher Präzision die elektronischen Teile für die Prothesen hergestellt werden, ist schon beeindruckend. Es sind verschiedene Gewerke, die in diesem Unternehmen tätig sind.
Nach einem Mittagsimbiss, gab es noch einen Vortrag zur rechtlichen Seite der Prothesenversorgung. Die Anwaltskanzlei Goßens aus Berlin hat sich im Widerspruchsverfahren gegen die Krankenkassen einen großen Namen gemacht. Es wurden wichtige Passagen aus seinen Unterlagen vorgetragen und auf Gerichtsurteile hingewiesen. Alle sind mit einem großen Sack voller Eindrücke heimgefahren, man musste erst mal in Ruhe alles auf sich wirken lassen.

Der Heimweg verlief für alle stau frei, unter den Mitfahrern machte natürlich der Eine oder andere schon ein Nickerchen auf der Rückbank.

Vielen Dank an unsere Autofahrer!!!!!!