Veranstaltungen 2018

farbig unterstrichende Textzeilen beinhalten einen Bericht

Dezember

  • 07.12.2018 Gruppentreffen/Weihnachtsfeier (1.Freitag) = siehe Internes = Veranstaltungsort ist inTeltow !!!
  • 16.12.2018 Tradionelles Weihnachtsfest der Villa Donnersmarck von 15-19 Uhr bei freien Eintritt
    •        Anmeldung erforderlich - Veranstalter ist die Villa Donnersmarck
  • 19.12.2018 Weihnachtsfeier der Magdeburger-SHG = siehe Internes =

November

  • 09.11.2018 Gruppentreffen
  • 16./17.11.2018 Pik-Schulung/Weiterbildung (UKB) in Berlin

Oktober

September

  • 14.09.2018 Gruppentreffen
    • "Autofahren mit Handicap" Hr. Wenzel Sachverständiger/Abteilungsleiter Fahrerlaubniswesen Dekra Berlin-Tempelhof
    •                                            informiert über das Autofahren mit Prothese
    • 15:30 Treffen der Nordic Walking Gruppe in der Villa Donnersmarck  == fällt aus ==
  • 08.09.2018 Treffen mit befreundeter SHG Magdeburg zur Dampferfahrt und anschließenden Grillfest
    •        = weitere Infos folgen =
  • 16.09.2018 Masken Lyrik und Poesie von Straßenkindern: Szenische Lesung Sonny Thet (Cello) und
    •                                                                                                 Dagmar Marth (Sprecherin)
    •  Passionskirche in Kreuzberg, Marheinekeplatz 1, 10961 Berlin - Beginn: 19:00 Uhr
    •                            = Eintritt frei - Spenden erbeten =
  •  26.09. - 29.09.2018 Rehacare Düsseldorf

August

Juli

  • 13.07.2018 Gruppentreffen
    • Vortrag: Ergänzende unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB)
    • 15:30 Treffpunkt der Nordic Walking Gruppe in der Villa Donnersmarck

Juni

  • 08.06.2018 Gruppentreffen
    • Auswertung OT- World Leipzig + offene Gesprächsrunde
  • 16.06.2018 Traditionelles Spargelessen mit Freunden der SHG = weitere Infos folgen =
  • 29.06.2018 Russisches Sommerfest der Villa Donnersmarck Freitag von 14:00-18:00 Uhr (Eintritt frei)      
    •       Anmeldung erforderlich - Veranstalter ist die Villa Donnersmarck !

Mai

  • 04.05.2018 Gruppentreffen (1.Freitag)
    • offene Grsprächsrunde
    • 15:30 Treffpunkt der Nordic Walking Gruppe in Villa Donnersmarck  == fällt wg. Krankheit aus ==
  • 15.05-18.05.2018 OT- World Leipzig
  • 31.05.-03.06.2018 Prothesencamp Triptis/Thüringen

April

  • 06.04.2018 Gruppentreffen
  • 18.04.2018 14:00 Uhr TOC Magdeburg Thema „Trauma-Bewältigung” in Magdeburg

März

  • 09.03.2018 Gruppentreffen
    • Leistungsrecht der Pflegeversicherung - Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht Dozentin: Christine Schmidt-Statzkowski
  • 16.03.2018 "Leben in Bewegung trotz Amputation" Fortbildungsveranstaltung des BMAB in Hannover
  • 17.03.2018 BMAB Mitgliederversammlung 2018 in Hannover
  • 21.03.2018 14:00 Uhr TOC Magdeburg Thema „Baden mit Prothese oder Orthese″ in Magdeburg

Februar

  • 09.02.2018 Gruppentreffen
    • RA Torsten Bornemann der Kanzlei Goßens/Rechtsanwälte erläutert die aktuelle Vorgehensweise zum Wiederspruchsverfahren im Hilfsmittelbereich

Januar

  • 19.01.2018 Gruppentreffen (3. Freitag)
    • Jahresbericht + offene Gesprächsrunde
  • 22.01.2018 Lehrakademie für Physiotherapie Berlin Vortragsreihe: Amputationsbewältigung von Sylvia Wehde

04./05.08.2018 2.Gehschul-Workshop am Seddiner See

 2. Gehschul-Workshop am Seddiner See

 

Durch die positive Resonanz der Teilnehmer im Jahr 2017 und durch zahlreiche Sponsoren, fand nun der 2. Gehschul- Workshop am Seddiner See statt. Aus dem letzten Jahr kannten einige Mitglieder der Selbsthilfegruppe schon das wunderschön gelegene Gelände der „Heimvolkshochschule“, welches sich diesmal mit perfekten Sommerwetter von seiner besten Seite zeigte.

Einige reisten schon am Freitagabend an und genossen erst einmal den Zugang zum See, um sich abzukühlen. Auch wenn das Wasser, durch die längere Hitzeperiode, bei manchen nicht mehr zur Abkühlung diente, war es einfach herrlich die Möglichkeit über einen Steg mit Leiter oder über das Ufer ins Wasser zu kommen. Nach und nach kamen weitere Mitglieder sowie unsere Gehschultherapeutin Manuela Jukiel, mit ihrem Mann und es gab ein freudiges Wiedersehen. Unterstützt wurde Manuela in diesem Jahr von Nenad Birek, der ebenfalls Gehschultherapeut sowie Oberschenkelamputiert ist. Man tauschte sich über die verschiedensten Themen gemütlich auf der Terrasse aus.

Am Samstagmorgen reisten die restlichen Teilnehmer*innen zu unserem Workshop an und bezogen noch ihre Zimmer. Pünktlich um 9.00 Uhr saßen alle im gekühlten Seminarraum. Sylvia Wehde, unsere Gruppenleiterin, begrüßte alle ganz herzlich und freute sich, dass trotz des heißen Wetters es nicht noch weitere spontane Absagen gegeben hatte. Im Vorfeld hatten sich leider 6 Personen kurzfristig wegen Prothesen-Probleme abgemeldet.

Sie stellte die Gäste und Vortragenden der Firma Endolite, Ulf Sniegocki (Technischer Außendienst) und Marcus Walda (Vertriebsleiter Deutschland) sowie Fachärztin Dr. Melissa Beirau vom UKB Berlin-Marzahn vor.

Herr Walda stellte die Firma Endolite-Deutschland, die ein Teil der Blatchford Group ist, vor. Er berichtet uns, über die Entstehungsgeschichte von Blatchford und wie in 1990 mit der Entwicklung des ersten im Handel erhältlichen mikroprozessorgesteuerten Kniegelenks der Welt begonnen wurde. Nach der intelligenten Prothese (IP), die für jeden Anwender individuell programmiert werden kann, um das bestmögliche und energieeffizienteste Gangbild zu erreichen, folgte bald ein einzigartiges pneumatisches/hydraulisches mikroprozessorgesteuertes Kniegelenk. Dieses Hybrid-Kniegelenk ist in der Lage, Schrägen, Treppen und Gehgeschwindigkeiten zu erkennen und entsprechend zu reagieren.
Ganz nach dem gelebten Motto: „Die Nachbildung der natürlichen Bewegung steht im Mittelpunkt unserer Design-Philosophie“. Es wurden uns Füße (EchelonVAC, BladeXT, Elite Blade, Elan) und Kniegelenke (Orion3, Mercury, SmartIP) vorgestellt sowie den neuen Silcare Breathe Liner, mit atmungsaktiver Technologie, für trockene Haut und Schaftsicherheit.

Nach den vielen Eindrücken gab es einen kleinen Imbiss, bevor es mit dem 1. Teil der Gehschule losging. Wir setzten uns alle zusammen und es erfolgte die Ganganalyse, mit sofortiger Auswertung jedes Einzelnen, durch die Teilnehmer*innen und beiden Gehschultherapeuten Manuel und Nenad. 

Da Manuela uns schon letztes Jahr, mit ihrem geübten Blick, viele gute Tipps und Ratschläge, mit auf den Weg gab, konnte sie die Gangbilder miteinander vergleichen. Sie war einerseits sehr positiv überrascht, wie sich die Teilnehmer*innen ihre Ratschläge zu Herzen genommen hatten und andererseits das eine deutliche Verbesserung zu erkennen war. Und natürlich sind auch die Angehörigen nicht drum herumgekommen und mussten ihre Runde vor uns allen drehen und haben genauso viel Anerkennung bekommen, wie alle anderen.

Da es wichtig ist, immer wieder die verschiedensten Muskeln zu stärken und zu benutzen, haben wir noch das Aufstehen und Hinsetzen, mit dem ersten Schritt mit der Prothesenseite geübt. Und immer wieder ist es erstaunlich, wie manch Einer, wenn er gar nicht darüber nachdenkt, loslaufen kann.

Jetzt hatten wir uns unser Mittagessen verdient und nutzten die Pause für angeregte Gespräche. Natürlich durfte ein Gruppenfoto nicht fehlen, was bei der Anzahl der Teilnehmer*innen schon nicht mehr ganz einfach zu fotografieren war.

Nun folgte Dr. med. Melissa Beirau, Fachärztin vom Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn, mit ihrem Vortrag „Schmerzen nach Amputation“, der wieder sehr viele neue Erkenntnisse und Aufklärung enthielt, wodurch eine rege Diskussion entstand. Hier wurde deutlich, wie wichtig es ist über die genaue Begriffsdefinition von Phantomschmerz und Phantomgefühl Bescheid zu wissen und was es für verschiedenste Möglichkeiten es gibt, diesen entgegen zu steuern.

Auch wenn der Bauch noch gut gefüllt war, ging es nun in den 2. Teil der Gehschule.

Monika Rödel, Physiotherapeutin, bildete eine Gruppe mit den „Zweibeinern“ und machte Übungen. Unsere Armamputierten Wolfgang und Astrid setzten sich mit Barbara, Orthopädietechnikerin, im Vorraum zusammen, während Manuela mit Nenad die Übungen zum Mit- und Nachmachen für Zuhause starteten. (Diese Übungen findet ihr im „Internen“ auf unserer Internetseite). Nach getaner Sporteinheit und einem sehr informativen Tag ging es zur Abkühlung eine Runde im See schwimmen, welch‘ ein herrliches Bild, die abgelegten Beine und Stützen vereint am Steg aufgereiht nebeneinander zu sehen. Schade, keiner hat es fotografiert.

Beim Abendessen und in geselliger Runde genossen wir das Wetter und tauschten unsere Erfahrungen, mit verschiedensten Anträgen bei den Ämtern und Krankenkassen aus, gaben uns Tipps und Ratschläge.

Am Sonntag starten wir, mit dem 3. Teil der Gehschule und die Angehörigen setzen sich mit Dagmar Marth, selbst Arm- und Unterschenkelamputiert und u. a. als Peer für das UKB tätig, zu einer Angehörigen/Betroffenen-Beratung zusammen. Hier konnten die Begleiter*innen der Teilnehmer*innen ihre Gedanken, Gefühle, Sorgen und Nöte unter sich austauschen. Leider werden diese Bedürfnisse nicht immer gerecht wahrgenommen und bedacht.

Die Gruppe teilte sich wieder ihn Arm- und Beinamputierten auf. Nenad fragt, ob sich die Übungen von gestern bei einigen bemerkbar gemacht hatten und schon ging es wieder mit der Wiederholung der Erwärmung los. Im Anschluss bauten Manuela und Nenad einen Hindernis-Parkour auf, den jeder so gut er konnte und mochte absolvierte.

Nach einer kurzen Pause starteten wir, mit dem letzten und 4. Teil der Gehschule. Der Kreis der Angehörigen setzte sich wieder zusammen und die Amputierten gingen hierzu nach draußen und machten sich die Rasenfläche zu nutzen, um barfuß und auf dem unebenen Boden Gleichgewichtsübungen zu machen. Danach gingen einige auf dem Schotterparkplatz in 4 Teams mit je 4 Spielern, um Boccia zu spielen, andere übten das Treppensteigen mit Nenad.

In gemütlicher Atmosphäre gab es Mittagessen und dann die Auswertung zum Workshop mit positive Feedback. Alle Teilnehmer*innen waren wieder absolut begeistert, wie unsere Gruppenleiterin Sylvia Wehde mit Unterstützung ihres Mannes, Frank Wehde, und Wolfgang Hahn die Vorbereitung, Organisation und Durchführung gemanagt worden ist. Dafür von allen Beteiligten ein ganz großes Lob und Anerkennung! Nicht selbstverständlich und doch wieder von allen Mitgliedern sehr willkommen geheißen war der Sportanteil, mit der Unterstützung von Manuela Jukiel und Nenad Birek sowie Monika Rödel. Die Vorstellung der Firma Endolite und der Vortrag von Frau Dr. Beirau waren sehr informativ und hilfreich. Dr. Beirau hatte sich sehr über die Einladung gefreut und war absolut beeindruckt von dem Enthusiasmus aller Beteiligten immer Neues und Wissenswertes aufzunehmen und umzusetzen. Für Fragen und Anregungen steht sie uns weiterhin gerne zur Verfügung. Die Gesprächsrunde der Angehörigen hatte großen Anklang gefunden und soll sogar in regelmäßigen Abständen mit weiterem Austausch, nach dem Workshop stattfinden.

Vielen Dank für die finanzielle Unterstützung der AOK-Nordost und der Firma Endolite, ohne deren Unterstützung so eine Veranstaltung nicht möglich wäre!

Es waren sich alle einig, dass es eine Fortsetzung im nächsten Jahr 2019 geben soll. Wir werden sehen, wie sich das realisieren und bewerkstelligen lässt. Somit auf ein Wiedersehen in dieser Runde…

 

Endolite, Marcus Walda – Leiter Vertrieb, Ulf Sniegocki – Technischer Vertrieb Ost:
www.endolite.de

UKB, Prothesenrehabilitation, Dr. med. Melissa Beirau:
www.ukb.de/behandlungsspektrum/klinik-fuer-integrative-rehabilitation/kontakt/

Gehschultrainerin, Manuela Jukiel:
www.san-rosenau.de

Headcoach BIREKtrainingsystems, Nenad Birek:
www.birektraining.systems

Physiotherapeutin, Monika Rödel

 

Verfasser: Melanie Wittke und Sylvia Wehde

17.-18.5.2018 OT-World in Leipzig 2018

   Unser Ausflug zur OT-World Leipzig am 17. und 18.05.2018


Bestens vorbereitet durch unsere Gruppensprecher, ausgestattet mit den Eintrittskarten und ein paar guten Tipps – z.B. nicht zu spät einzutreffen, um noch einen Parkplatz in der Nähe des Eingangs der Messe zu erhalten - starteten Djinan und ich 7:00 Uhr im Morgengrauen, doch durchaus vergnügt Richtung Leipzig. Wir kommen gut voran und treffen kurz nach Neun auf der Messe ein.
Dann stürzen wir uns in einen Tag voller Informationen und guter Gespräche.
Das erste Highlight für mich – ein Elektro Scooter von Mobilis. Fünf Scooter hatte unser Vorstand für zwei Tage reserviert, damit wir besser über die Messe kommen. Großartig, die sind einfach zu bedienen, sehr ausdauernd, schön wendig und gut steuerbar. Ich war begeistert!
Alles war auf der Messe vertreten; z.B. orthopädisches und dennoch schickes Schuhwerk, auch mit pfiffig bedrucktem Leder.

Auch interessante Hilfsmittel gab es zu bestaunen, wie z.B. einen Rollator, den man mit einem Griff in einen Rollstuhl verwandeln kann. Oder einen Knieroller, ein Roller, auf dem man nicht steht, sondern den Unterschenkel auflegt; so kann man nach Operationen am Unterschenkel oder Fuß wieder schneller mobil sein.
Bei ALPS konnte ich anbringen, dass ich Gel-Kniekappe und Gel-Liner großartig finde, aber mir eine kleinere Größe, die leider bisher nicht hergestellt wird, besser passen würde. Man hat mir versprochen, diese Idee aufzunehmen.
Aber, was mich am meisten beeindruckte, sind die Models der Prothesenhersteller. Eine junge Dame, zweifach unterschenkelamputiert, lief völlig perfekt auf Riesenabsätzen, die ich mir selbst vor der Amputation nie zugetraut hätte. Ein junger Mann spielte mit einem Zweibeiner Fußball – dribbelte und trickste so geschickt mit dem Prothesenbein und wäre sicher ein Gewinn für jede Mannschaft.
Hier hatte jeder die Gelegenheit, mit den Models, die die Prothesenfüße trugen, die für einen selbst einmal in Frage kommen könnten, zu sprechen. Jede Frage wurde beantwortet – wie sich der Fuß im Gelände verhält, wie es mit der Energierückgabe funktioniert und welcher Fuß wohl am besten geeignet für das Skifahren ist, wenn man sich keine teure Sportprothese leisten kann. So erfuhr ich bei Endolite von einem ehemaligen Mitglied der Para Olympics- Mannschaft der Skifahrer, dass sich dafür kein Karbonfuß eignet, sondern dass hier der Avalon K2- Fuß mit seinem beweglichen „Fußknöchel“ (Biomimetische Hydraulik-Technologie) aus seiner Profisicht die beste Wahl ist.


Endolite hatte den wohl gastfreundlichsten Stand. Hier fanden sich genug Sitzplätze zum Verschnaufen und Genießen der offerierten Getränke. Zwischendurch gab es wie bei allen anderen Prothesenherstellern Vorführungen der verschiedenen Modelle. Dieser Platz war wirklich eine exzellente Wahl für unser Gruppentreffen, denn wir waren 18 Leute. Da jeder andere Interessen hat, ist es nicht zweckmäßig, gemeinsam über die Messe zu schlendern; darum trafen wir uns dort zu einem ersten Austausch der Eindrücke und einiger Tipps.
Wolfgang erzählte, dass sich am Angebot der Handprothetik nichts Wesentliches verändert hat. Es gibt einige neue interessante Entwicklungen wie die bebionic plus-Hand (mit einer Vielzahl von Sensoren im Schaft), doch sind es vielfach die gleichen Firmen, die dort aktiv und für ihn interessant sind. Ich habe den Eindruck, dass ich viel Handprothetik gesehen habe, aber eben nicht viel Neues und Innovatives, sondern auch viele asiatische Firmen, die auf den europäischen Markt drängen.
Djinan und ich verlassen die Messe am Nachmittag und erfahren, dass man mit einem GdB ab 70 % und einer Gebehinderung hier kostenfrei parken kann.
Ganz in der Nähe beziehen wir unser Zimmer in der Pension Jägerstube. Kleine Ruhepause. Dumpf hört man die Maschinen den Leipziger Flughafen anfliegen, sonst ist es hier eher dörflich ruhig. Am Abend sind wir im Gasthof Hohenheida mit den anderen verabredet. Ein Haus mit Tradition, das schon seit mehreren Generationen im Besitz der Familie Schmidt ist. Schön ist es hier, anheimelnd alter Stil und die Karte so wie früher: Soljanka, Bauernfrühstück, Jägerschnitzel. Lecker. Auch Mitglieder anderer Amputierten Selbsthilfegruppen treffen wir hier und haben einen sehr vergnüglichen Abend.


Nach einem erholsamen Schlaf und einem perfekten Frühstück in der Pension machten wir uns wieder auf den Weg zur Messe, um unsere Erkenntnisse zur modernen Prothetik noch zu vertiefen.
Sensationell fand ich die Gespräche auf der Messe. Jeder Amputierte sollte sie besuchen, denn nur hier bekommt man so authentische Auskünfte über ein sehr breites Angebot z.B. an Prothesenfüßen. Das gilt sicher genauso für Kniegelenke. Hier hat man die Gelegenheit, ganz spezifisch nach interessanten Angeboten zu suchen, nur leider gibt es diese Möglichkeit nur alle zwei Jahre. Ich habe hier meinen Traumfuß gefunden, den All Pro Fuß von Fillauer – eine Feder, die stark gebogen und fast bis oben gespalten ist. Bei diesem Fuß habe ich das Gefühl, dass er sich toll an die Bodenverhältnisse anpasst und den Fußknöchel gut imitiert. Außerdem federt er stark, daran muss man sich gewöhnen, aber das entlastet den ganzen Körper. Und das freut den Orthopädietechnik- Meister: er wird an den Schaft montiert, das ist ein Vorteil gegenüber dem Cheetah Explore Fuß von Össur, der an den Schaft geklebt wird, so dass spätere Korrekturen nur schwer auszuführen sind. Inzwischen hat meine Krankenkasse die neue Prothese genehmigt, rasend schnell in zwei Tagen – geht doch!

Also auf nach Leipzig vom 12. – 15. Mai 2020. Unbedingt, das ist ein Muss für jeden von uns, der mobil bleiben möchte.

Liebe Sylvia, lieber Frank, lieber Wolfgang, ein ganz herzliches Dankeschön dafür, dass Ihr uns diese großartigen Ausflüge ermöglicht, dass Ihr unentwegt Geldmittel einsammelt, damit wirklich jeder von uns teilhaben kann! Danke für die großartige Organisation, danke für die Zeit, die Ihr aufbringt für unsere Gruppe. Hätte ich die Möglichkeit, würde ich Euch ein Krönchen aufsetzen und einen Orden verleihen!!!!

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